Goldenes Dachl

Projekttyp:
Restaurant
Jahr:
2021
Ort:
Innsbruck

Das „Goldene Dachl“ an der Ecke Hofgasse Pfarrgasse wurde 1789 als Bierwitschaft gegründet und 1920 zu einem Feinkostladen (EG) mit Gastwirtschaft(1.OG) umgenutzt. Im 2.Weltkrieg wurde es von einer Bombe getroffen und 1956 wiederaufgebaut.
Seit 1972 wird es von der Familie Cammerlander gepachtet, welche es seither als Wirtshaus führt. Die neue Pächterin Stephanie Camerlander knüpt an dieser Tradition an.

Im Zuge der Sanierung der Innenräume wurde auch die Fassade erneuert. Die bestehende kleinteilige Holzfensterfassade mit vorgebauten Holzbrüstungen wurde durch eine zeitgemäße Stahlglassfassade mit Stahlbrüstungen ersetzt. Dabei wurden die grossen Öffnungen im Erdgeschoss nicht raumhoch verglast, da dies im Inneren den Charakter des Wirtshauses nicht dienlich wäre und in der Aussenwahrnehmung mit einem Geschäft assoziiert wird.
Die neue Fassade zeichnet sich durch einen zurückhaltenden jedoch zeitgemässen Eindruck aus. Die grossen Wendeflügel, arritiert auf 20° mit den darunterliegenden nach hinten gebogenen und zurückversetzten brünierten Bronze-Brüstungen, fügen sich in das Stadtbild und erzeugen eine entprechende Tiefenwirkung.
Der Innenraum ist einfach und schlicht gehalten und zeichnet sich durch die dunkle Holzschale aus Boden und Bänken unten und dem mit Lehmputz verputztem Gegenstück Wand und Decke aus. Ziel war es in diesem vom Tourismus stark frequentierten Kerngebiet einen ruhigen Gegenpol zu den Klimmbimm rundherum herzustellen und durch den Einsatz von wenigen jedoch gezielten Materialien Atmosphäre zu schaffen.
Besonderes Augemerk wurde auf die Beleuchtung gelegt – hier wurde in Zusammenarbeit mit der Firma Halotech ein Konzept erarbeitet bei dem die Tischbeleuchtung gezielt die Tischflächen und auch gestreut und ohne Blendung den Raum ausleuchtet. Die „Leuchtkugeln“ spiegeln sich in den Glasflächen und beleben so am Abend die Fassade im Aussenbereich.

Foto: Jenny Haimerl
Foto: Jenny Haimerl
Foto: Jenny Haimerl
Foto: Jenny Haimerl
Foto: Jenny Haimerl
Foto: Jenny Haimerl
Foto: Jenny Haimerl